Website, Facebook & Co.

Tipps für eine erfolgreiche Internetpräsenz

Gemeinsam mit meinem ältesten Sohn wagte ich im November 2015 einen (für mich) mutigen Schritt in die Welt des Internets – ich rief diesen Blog ins Leben. Er, Leslie, brachte das Wissen und die Fähigkeiten mit, ein solches Projekt zu starten.

Seitdem habe ich viel über dieses Medium gelernt. Alle paar Wochen überschüttet mich mein Sohn mit neuen Informationen und vielen, vielen Aufgaben, die ich dann nach und nach abarbeite: Internetseiten müssen mit Inhalt gefüllt werden, der Blog benötigt ein neues Design, in Facebook poste ich zu viel Müll, neue Fotos sind notwendig usw.

Nur allmählich gelingt es mir, mich mit den Marketing-Regeln des Internets vertraut zu machen, einen Überblick zu behalten und meine eigene Website auf den neuesten Stand zu bringen.

In einem unserer Gespräche habe ich Leslie gebeten, für den Blog die grundlegenden Regeln für erfolgreiche Präsentationen im Internet zusammenzufassen. Hier das Ergebnis.

 

Nichts ist für die Ewigkeit

Nichts ist für die Ewigkeit – und erst recht nichts im Internet.

Viele Musiker, Musiklehrer und Musikschulleiter lassen irgendwann eine Website erstellen und vergessen sie dann. Das ist ein großer Fehler. Eine Website muss ständig gepflegt werden. Nach spätestens 5 Jahren ist sie veraltet und bedarf einer Grundsanierung. Das heißt, sie sollte komplett neu gestaltet werden. Das Design ist bestimmten Trends unterworfen und muss außerdem für die neuesten Hardware-Modelle nutzbar sein. Zum Beispiel recherchierten Nutzer vor 5 Jahren noch überwiegend am PC im Internet. Heute tun sie dies auf dem Smartphone oder Tablet.

Deshalb überprüft regelmäßig eure Website:

  • Wie alt ist die Website?
  • Sind die Preise noch aktuell?
  • Kann man eindeutig erkennen, welche Person hinter der Website steckt? (z.B. Inhaber der Musikschule)
  • Sind die Personen, die auf der Website aufgeführt werden (z.B. Lehrer einer Musikschule) noch tätig?
  • Sind die Termine noch aktuell?
  • Wie präsentiert sich die Website auf einem Smartphone oder einem Tablet?

 

Was tun, wenn die Website veraltet ist?

Viele Kollegen berichten mir, dass sie sich vor einer Erneuerung ihrer Website fürchten, da damit hohe Kosten verbunden sind. Das ist sicher nicht von der Hand zu weisen, doch sollte der Nutzen im Vordergrund der Überlegungen stehen.

Es gibt zwei Wege zu einem erfolgreichen Internetauftritt:

A – Ich beauftrage eine Firma oder Einzelperson.

B – Ich baue selbst eine neue Homepage

 

A – Ich beauftrage eine Firma oder Einzelperson

Solltet ihr euch entschließen, eure Website durch eine Firma oder eine Einzelperson erstellen zu lassen, ist das die teuerste Alternative. Hier einige Tipps, damit das Ganze nicht im Nachhinein noch kostspieliger wird, als ihr eingeplant habt.

Mit dem bloßen Bauen einer Website ist es nicht getan. Ein professioneller Internetauftritt muss gewartet und gepflegt werden. Wenn ihr das nicht selber könnt, erkundigt euch genau, was an Folgekosten auf euch zu kommt oder vereinbart eine Pauschale.

Eigentlich sollte man davon ausgehen können, dass professionelle Firmen wissen, wie eine moderne Website aussieht. Das ist aber leider nicht immer der Fall. Recherchiert deshalb selbst und lasst euch die Entwürfe für eure neue Website vorher zeigen.

 

B – Ich baue selbst eine neue Website

Die preiswertere Alternative ist der Selbstbau eurer Website. Und wer seine Seite selbst erstellt hat, kann sie auch selbst pflegen. Jedes Buch, das ihr zu diesem Thema kauft und jeder Lehrgang, den ihr dazu besucht, wird sich schnell bezahlt machen.

Beim Selbstbau gibt es mehrere Möglichkeiten, ohne, dass man eine Programmiersprache lernen muss. Die einfachste Variante ist das Baukastenprinzip einiger Anbieter. Diese Websites sind in der Regel modern und die Gestaltung ist einfach. Allerdings wird hier eine monatliche Gebühr fällig.

Die zweite Möglichkeit sind Programme zum Bau eigener Websites. Hier ist „WordPress“ besonders zu empfehlen, da es gute Handbücher dazu gibt.

 

Eine Website allein reicht nicht

Leider reicht es heute auch nicht mehr, einfach nur eine schicke, moderne Website zu haben. Die Kunden müssen ja zunächst auf die Website geführt werden. Die Schritte für erfolgreiche Werbung mit Hilfe des Internets sind deshalb folgende:

  1. Werbung, wie bisher – Zunächst müsst ihr für euch oder eure Musikschule, wie bisher, Werbung machen. (Zeitungsanzeigen, Aushänge, Wurfzettel usw.).
  2. Gute Platzierung auf Google & Co. – Dann müssen die Kunden euch in ihrem Internet-Suchprogramm finden. Das bedeutet, eure Website muss auf einem der ersten Plätze auf Google & Co. gelistet sein. (Internet-Optimierung ist ein eigenes Thema. Es gibt mittlerweile Firmen, die darauf spezialisiert sind.)
  3. Ansprechende Website – Erst dann gehen die zukünftigen Kunden auf eure Website und finden dort hoffentlich das, was sie suchen.

 

Was gehört auf eine Website?

Bei einer Website gelten die gleichen Marketing Regeln wie in anderen Bereichen auch:

Heute verkauft man Gefühle! (siehe Artikel „Äußerlichkeiten – oft unterschätzt und doch wichtiger denn je“)

Beim Anblick eurer Website müssen die zukünftigen Kunden das Gefühl haben, dass… ihre Kinder bei euch gut aufgehoben sind; …sie bei euch ein warmes, herzliches Klima vorfinden; …sie alles erreichen können, was sie wollen usw. Gefühle werden in erster Linie durch entsprechende Fotos vermittelt. Diese müssen professionell und aussagekräftig sein. Ein verpixeltes Handyfoto gehört demnach nicht auf eine Website. Gerade die Fotos vieler Websites sind sehr unprofessionell. Das war bei meinen Websites früher genauso.

Der allgemeine Trend geht heute zu einem sehr schlichten, minimalistischen Design: kurze Texte, schlichte aussagekräftige Bilder.

Die Website einer Musikschule oder eines Lehrers sollte keine Werbung, keinen Wetterbericht oder ähnlichen Schnick-Schnack enthalten.

 

Soziale Medien, besonders Facebook, immer wichtiger

Eine Präsentation auf Facebook ist heute unumgänglich. Warum ist das so?

  • Immer mehr Menschen bewegen sich, zur Unterhaltung und zur Orientierung, in den sozialen Netzwerken.
  •  Sich dort zu präsentieren ist kostenlos.
  •  Die Präsentation ist einfach zu erstellen.
  •  In den sozialen Netzwerken kann man agieren und jeder Besucher wird zum Multiplikator.

Folgende Fehler solltet ihr hier vermeiden (auch ich muss hier noch einiges verbessern).

  • Keine verpixelten Fotos.
  • Keine privaten Posts (Hunde, Katzen, Witze, Urlaubsfotos) auf den Facebook-Seiten eurer Musikschule.
  • Regelmäßig Beiträge posten.

Aber Achtung: Eine Facebook-Seite allein reicht nicht, denn diese ist nicht individuell genug. Die Einzigartigkeit eures Unterrichts könnt ihr nur auf eurer Website oder im persönlichen Gespräch vermitteln.

 

Fazit

Eine gute Internet-Präsenz ist heute und in Zukunft der Schlüssel zum Erfolg in einem Unternehmen, egal ob großes Institut oder Einzellehrer. Habt den Mut, euch mit diesem Thema ausführlich zu beschäftigen. Wenn ihr wie ich nicht mehr ganz jung seid, sucht euch junge, kompetente Berater. Alles kann man lernen. Wer es geschafft hat, ein Instrument zu erlernen, ein Musikstudium abzuschließen und/oder als Musiker oder Musiklehrer erfolgreich zu sein, der kann auch den Umgang mit dem Internet lernen.

 

Wenn ihr Fragen oder Probleme habt, dann wendet euch an Leslie. Er hilft euch weiter. Hier seine Mailadresse: leslie@musikdidaktik.net

Gerade in dieser Woche hat er meine Website zimmermann-gabriele.de neu erstellt. Auch die Homepage meiner Musikschule hat er im letzten Jahr umgebaut: musikschule-zimmermann.de. Schaut euch einfach um und sammelt Ideen. Viel Spaß!

Das könnte dir auch gefallen Mehr vom Autor

Kommentare

  1. stefan sagt

    tolle und informative Ideen, Texte und Sicht der Dinge. Danke. Tut gut, so was mal von andern zu lesen – ich mache mich auf den Weg : ))

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Send this to a friend