An alle Musiklehrer und Chorleiter: Aufruf zur Mitarbeit

Thema: Kopieren von Noten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

am vergangenen Wochenende hat es von euch viele Reaktionen auf meinen Artikel über das Kopieren von Noten gegeben. Vielen Dank dafür!

Wir haben deshalb beschlossen, eure Meinungen, Ideen und Kritikpunkte zu sammeln und die Verlage damit zu konfrontieren.

Deshalb schreibt uns bitte zu folgenden Stichpunkten eure  Meinung:

– Worin liegen die Schwierigkeiten im Unterrichts- oder Choralltag, wenn ihr ohne Kopien arbeiten möchtet?

– Was sollten die Verlage verändern?

– Welche Publikationen sind besonders untauglich und warum?

– Wie sind die Reaktionen eurer Schüler und deren Eltern?

Natürlich könnt ihr auch alles andere zum Thema Noten und Kopien schreiben.

Ihr habt mehrere Möglichkeiten euch einzubringen:

1. als Kommentar unter diesen Aufruf

2. als Kommentar auf Facebook

3. per Mail an gabriele@musikdidaktik.net

(Eure Kommentare werden natürlich gesammelt, bearbeitet und anschließend ohne die Angabe eurer Namen an die Verlage weitergeleitet.)

Die Stellungnahmen der Verlage werden wir hier auf Musikdidaktik.net veröffentlichen.

Unter allen Personen, die an dieser Aktion mitwirken, verlosen wir das „Leuchtturm 1917 Notenbuch“.

Herzliche Grüße

Gabriele

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Kommentare

  1. Jessica Pawlitzki sagt

    Liebe Gabi, deine Idee finde ich toll! Ich möchte dir natürlich helfen, deshalb hier meine Antworten (und entschuldige bitte den Roman):

    – Worin liegen die Schwierigkeiten im Unterrichts- oder Choralltag, wenn ihr ohne Kopien arbeiten möchtet? Die größte Schwierigkeit ist die mangelnde Wertschätzung meiner Schüler und deren Eltern für Noten. Das ist natürlich eine Sache, die ich im persönlichen Gespräch kläre und die mit den Verlagen herzlich wenig zu tun hat.

    – Was sollten die Verlage verändern?
    2 Sachen: Einzelausgaben und digitale Noten.
    Für Schüler ist es gerade im Fach Gesang schwer, die passende Sammlung / Songbook etc. zu finden, deren Kauf sich dann finanziell auch lohnt. In der Arbeit mit Kindern und in der Klassik ist es leichter, im Popbereich schwer. Hier würde ich mir ein größeres individuelles Angebot seitens der Verlage wünschen, Thema „Einzelausgaben“.
    Wenn hier gleichzeitig im Bereich „digitale Noten“ nachgearbeitet werden würde, würden sich die Kosten für die Verlage auch in Grenzen halten. Digitale Noten sind ja nichts anderes als „print on demand“, nur dass eben der Endkunde druckt, nicht der Verlag.
    Sahnehäubchen wäre natürlich eine App, mit der man dann auch Tonarten kostenfrei anpassen kann oder in-App sich das Stück oder einzelne Stimmen vorspielen lassen kann. Deutsche Verlage können sich da gern eine ganz große Scheibe von den amerikanischen Verlagen abschneiden – die bieten diesen Service nämlich schon seit Jahren an.

    – Welche Publikationen sind besonders untauglich und warum?
    Nicht direkt untauglich, aber unpraktisch: Die „Top Charts“ und „Top Charts Gold“ Songbooks von Hage. In den „Top Charts Gold“ stört mich, dass man sowohl Leadsheets als auch Partitur bekommt. Warum nicht zwei Hefte daraus machen? Oder nur die Partitur verlegen und wer das Leadsheet will, kann es sich als digitale Einzelausgabe im verlagseigenen Shop kaufen? An den „Top Charts“ finde ich unpraktisch, dass die Ausgabe dieselben 5-8 Songs in 3 Ausgaben enthält: für C-Instrument (dazu zähle ich Gesang), für Bb- und noch für Eb-Instrument ist. Wer bitte schön braucht alle drei Stimmungen? Als Gesangslehrerin reicht mir C-Stimmung vollkommen aus. Auch hier derselbe Quark: Das Heft enthält sowohl Leadsheets als auch Partitur.

    Ich möchte den Spieß umdrehen und folgenden Publikation ein dickes Lob aussprechen:
    – „Lieder Spiele Kanons“ von Schott. Die erste Auflage hat noch einen geklebten Rücken, was bei 300 Seiten auf dickem Papier problematisch ist. Die Neuauflage soll aber eine Spiralbindung bekommen. Topp!
    – „Natürlich singen“ von Fidula. Dem Verlag hatte ich bereits das Problem der sich selbständig zuklappenden Noten geschildert. Man versprach Besserung. Mir hat es geholfen, im Copyshop den Buchrücken durch eine Drahtbindung ersetzen zu lassen.
    – „Kinderlieder“, „Weihnachtslieder“, „Weihnachtslieder aus aller Welt“, „Weihnachtslieder für Kinder“ von Carus. Ich finde es super, dass es mehrere Optionen gibt – fester Einband mit CD, praktisches Kinder- bzw. Textheft in A5 etc. Auf diese Art hab ich für meine Schüler bisher immer die passende Ausgabe gefunden, was Transportabilität und Geldbeutel betrifft.

    – Wie sind die Reaktionen eurer Schüler und deren Eltern?
    Unterschiedlich. Nach einem direkten Gespräch sehen es die Eltern meiner Gesangskids immer ein. Ich verspreche aber (und tue es auch), die Sammlungen sehr genau auszuwählen, damit die Schüler möglichst viel daraus singen und das am besten über Jahre. Meine Klassikschüler verstehen es ebenfalls. Auch hier achte ich auch eine ausgewogene Mischung.
    Die Popschüler sehen es meistens nicht ein. Hier ist der Anteil deren, die keine oder nur schlecht Noten lesen können, aber auch am höchsten. Ehrlich gesagt habe ich es aufgegeben, sie überzeugen zu wollen. Sie sehen, dass ich Originalnoten verwende – ich mache daraus keinen Hehl. Alle meine Schüler wissen auch, dass ich ihnen gerne dabei helfe, ein für sie geeignetes Songbook auszusuchen und wo sie die Noten legal kaufen können. Aber wer nicht will, der …

    Liebe Grüße und ich hoffe, dass sich möglichst viele Lehrer zu Wort melden. Je mehr wir sind, desto eher werden unsere Stimmen gehört!
    Jessica

    1. Felix h. sagt

      Hallo,
      dem kann ich mich nur anschließe.

      Also hier meine Unterstützerstimme!

      Viele Grüße

  2. Hartmut Hilgen sagt

    Einen guten Abend,

    danke für den Aufruf, das ist eine tolle Idee!
    Mein größtes Problem mit den Noten ist, dass ich oft nur ein einziges Stück für meine Schüler benötige. Da wäre es ja wohl eine Unverschämtheit sie oder ihre Eltern darum zu bitten gleich das ganze Buch zu kaufen, in dem das Stück zu finden ist. Ich selbst habe ein bis zum Anschlag gefülltes Regal mit Notenbüchern, die ich alle sehr schätze. Ab und zu, das muss ich gestehen, kopiere ich auch mal ein Stück aus ihnen für meine Schüler heraus. Digitale Noten wären die Lösung für das Problem!

    Es grüßt
    Hartmut

  3. Agnes Hofmann sagt

    Liebe Gabriele,
    vielen Dank, dass du unserer Stimme Geltung verleihst. Meine Gedanken zu diesem Thema werde ich dir per E-Mail zukommen lassen.

    Viele Grüße
    Agnes

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